PL ANUNGSWERKSTAT T  NEUE  SIEMENSSTADT
 


Willkommen bei der Planungswerkstatt

Wir sind eine Bürgerinitiative von Anwohner*innen und Mitarbeiter*innen von Firmen und Institutionen aus der Siemensstadt mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensbedingungen in unserem Stadtteil. Wir bündeln die Forderungen der Anwohner*innen und bringen sie bei den jeweiligen Verantwortlichen vor.



 

aktuelle Informationen


03.02.2023

Studierende schlagen vor: Park statt Parken

Mehr Grün, weniger Autoverkehr, mehr Begegnung ermöglichen: Das sind die Hauptlinien dreier studentischer Entwürfe für eine Verbesserung und Aufwertung der Ortsmitte von Siemensstadt, die am Freitag, 27.01.2023 im Stadtteilzentrum Siemensstadt vorgestellt wurden. Der Platz rund um den U-Bahnhof Siemensdamm wird bisher dominiert von einem fast nie ausgelasteten Parkplatz mit Betonsteinversiegelung, der verkehrsreichen Nonnendammallee und einer komplizierten Kreuzungssituation mit hohem Gefährdungspotenzial vor allem für Fußgänger und Radfahrer.
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Im letzten Jahr hatte die Planungswerkstatt Neue Siemensstadt zu einer Ideenwerkstatt aufgerufen, um Ideen und Vorschläge für eine Umgestaltung der Ortsmitte zu sammeln. Neben einer Fülle einzelner Ideen hatte das Treffen aber auch die Initialzündung für ein studentisches Projekt hervorgebracht: Masterstudierende im Fach Landschaftsarchitektur des internationalen Studiengangs an der Hochschule Neubrandenburg erkundeten und bewerteten die Situation vor Ort, setzten sich mit den gesammelten Ideen auseinander und entwickelten drei Konzepte für den (bisher namenlosen) Platz.
Die Grundgedanken aller drei Entwürfe: Der überdimensionierte Parkplatz soll Beeten und Bäumen weichen; Fassaden- und Dachbegrünungen sowie lärmdämmende begrünte Seitenstreifen verbessern Mikroklima und Aufenthaltsqualität; Räume für Begegnungen (Pavillon, Spielplatz) laden zum Verweilen ein.
Voraussetzung dieses Wandels: Der Popitzweg sollte zu einem „shared space“ werden, den Fußgänger und Radfahrer gefahrlos gemeinsam mit dem Bus nutzen. Und: Der Siemensdamm bzw. die Nonnendammallee müsste vom Verkehr entlastet werden, indem der Schwer- und Durchgangsverkehr auf den Wohlrabedamm und die Motardstraße abgeleitet wird. Danach lässt sich die jetzt 8-spurige Trasse auf eine verkehrsreduzierte Straße mit eigener Spur für Busse und Fahrräder zurückführen.
Die Teilnehmer der Präsentation im Stadtteilzentrum Siemensstadt äußerten große Zustimmung und Anerkennung für die Arbeiten. Sie bekundeten zugleich ihre Hoffnung, dass diese Ergebnisse Eingang in den Prozess der nachhaltigen Stadterneuerung für Haselhorst und Siemensstadt finden, der im letzten Jahr auf Beschluss des Bezirks begonnen wurde.

Planungswerkstatt - 12:05 @ Pressemeldung | Kommentar hinzufügen

17.01.2023

Ortsmitte Siemensstadt: Studierende stellen ihre Projektergebnisse vor

Mitte letzten Jahres hatte die Planungswerkstatt Anwohner zu einem Workshop eingeladen, um Ideen für eine Umgestaltung des Quartierszentrums rund um den U-Bahnhof Siemensdamm zu sammeln. Viele Ideen kamen zusammen: Verkehrsberuhigung, Begrünung, Entsiegelung, attraktiveren Einzelhandel und Gastronomie… (siehe unser Beitrag weiter unten auf dieser Seite).

Eine Teilnehmerin der Ideenwerkstatt ging einen Schritt weiter. In ihrer Rolle als Lehrende an der Fachhochschule Neubrandenburg regte sie ihre Studierenden an, sich dieses Themas in einer Semesterarbeit anzunehmen. Die Gruppe war vor Ort, hat Gespräche geführt, Materialien gesichtet - und möchte jetzt ihre Projektergebnisse der Siemensstädter Öffentlichkeit selber vorstellen und diskutieren.
Wir laden Sie deshalb herzlich ein zur
Vorstellung der Projektergebnisse
Freitag, 27. Januar 2023, 14:00 Uhr im
Stadtteilzentrum Siemensstadt, Eingang Rohrdamm 23

Übrigens:
Die Bezirksverordnetenversammlung Spandau hat ähnliches beschlossen: Sie will einen Ideenwettbewerb zur Umgestaltung der Ortsmitte unter Studierenden der UdK und TU ausloben. - Wir hoffen, dass man sich auch nach der Wahl daran erinnert…

Planungswerkstatt - 16:28 @ Einladung | Kommentar hinzufügen

15.01.2023

Große Dinge kündigen sich an

Die Bebauung der Insel Gartenfeld rückt näher. Kurz vor Weihnachten kam der Bebauungsplan für das Mammutprojekt für die Kommentierung durch die Öffentlichkeit zur Auslage. Zur Erinnerung: Hier sollen Wohnungen für 7-8.000 Menschen entstehen. Dabei sollen die alten Industriehallen (u.a. “Belgienhalle”) erhalten bleiben, eine Gemeinschaftsschule, Kitas und weitere soziale Einrichtungen sind geplant. Parallel dazu bleibt der gewerblich genutzte Südwesten der Insel (”Trigo-Gewerbepark”) erhalten.5-109_planzeichnung genordet.jpgZweifellos ist zu begrüßen, dass die Relikte des alten Kabelwerks einer neuen Nutzung weichen. Schön wäre es, wenn die Planung die Nähe der Jungfernheide, des Tegeler Sees und die Weiten des stillgelegten Flughafens aufgriffe und ein naturnahes, grünes und luftiges Quartier konzipierte. Aber weit  gefehlt. Erneut - wie schon bei Siemensstadt² - wird ein “urbanes Quartier” mit hoher Verdichtung geplant. Die sensible Lage im Einzugsbereich des Wasserwerks Tegel und des Biotops an der Rhenaniastraße (Biber!) hindert nicht, selbst eine “übergeordnete Hauptverkehrsstraße” mitten über die Insel zu planen. - Die Planungswerkstatt hat in drei Stellungnahmen nur einige der Kritikpunkte vorbringen können.
Komment-PW Gartenfeld 1.pdf
Komment-PW Gartenfeld 2.pdf
Komment-PW Gartenfeld 3.pdf

Planungswerkstatt - 13:35 | Kommentar hinzufügen

05.10.2022

“Was brauchen Familien im Kiez?” - Initiative “Siemensstadt aktiv” lädt zur Gesprächsrunde

Die Initiative „Siemensstadt aktiv“ lädt unter diesem Thema all jene zu einem Gespräch, die mit Kindern leben und sich einen familienfreundlichen Stadtteil wünschen. Bezirksstadtrat Oliver Gellert, in Spandau zuständig für Jugend und Gesundheit, hat sein Kommen zugesagt, um Wünsche der Teilnehmenden aufzunehmen und zu diskutieren. Im Vorfeld der Veranstaltung wurden bereits viele Stimmen von Anwohnerinnen und Anwohnern gesammelt – und das Spektrum der Erwartungen reicht vom Angebot an Spielplätzen und -geräten bis zum familienfreundlichen Treffpunkt.
Diese und weitere Wünsche kommen zur Sprache am
Dienstag, 11. Oktober 2022, 18:00 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Siemensstadt, Schuckertdamm 336. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Unter dem Namen „Siemensstadt aktiv“ kooperieren vier Einrichtungen aus dem sozial-kulturellen und bürgerschaftlichen Bereich, denen die Verbesserung der Situation von Familien im Stadtteil besonders am Herzen liegt.
Kirche kiez kultur logo.jpgLogo_Familienzentrum_Rohrdamm_website.jpgStadtteilarbeit Siemensstadt Logo.pngSchriftzug.png

Planungswerkstatt - 15:33 @ Einladung | Kommentar hinzufügen

08.07.2022

Erste Vorstellungen einer neu gestalteten, lebendigen Ortsmitte für Siemensstadt

Eine bunte Mischung Siemensstädter Bürgerinnen und Bürger traf sich Anfang Juni auf Einladung der Planungswerkstatt zu einer „Ideenwerkstatt“. Ziel: Ideen und Wünsche zu sammeln für ein attraktiveres Quartierszentrum rund um den U-Bahnhof Siemensdamm. Dort scheint die Zeit einerseits in den 70ern stehen geblieben zu sein, als die „Kaufmitte“ eröffnet wurde: ein riesiger Parkplatz vor einem Einkaufszentrum, das schon bessere Zeiten erlebt hat. Andererseits hat der motorisierte Verkehr in diesen 50 Jahren bis heute dramatisch zugenommen und ist nicht nur lästig (Lärm, Gestank, und Barrieren), sondern auch gefährlich in gesundheitlicher Hinsicht (Schadstoffbelastung) und hinsichtlich unmittelbarer Gefahrensituationen, besonders in dem engen und unübersichtlichen Kreuzungsbereich und der Einmündung von Jungfernheideweg und Popitzweg zur Nonnendammallee. Der Stadtraum und Platz, das eigentliche Zentrum von Siemensstadt, wird zerteilt.
01 Bestand.jpgDie heutige Ortsteilmitte: Nur aus der Luft als Platz erkennbar

Bereits bei ihrem ersten Treffen haben die Beteiligten eine Fülle von Vorschlägen entwickelt, wie ein attraktiver Platz entstehen könnte. Die gesammelten Vorschläge lassen sich in drei Überschriften zusammenfassen:
Der Platz muss grüner werden: Bäume, Büsche und Bepflanzungen statt versiegelter Flächen
Der Platz muss zum Verweilen einladen: Attraktive Gastronomie, Kultur und Spielangebote
• Und, als Grundvoraussetzung: Der Verkehr muss zurückgedrängt werden.
Ideensammlung(2).jpgViele Ideen - aber mit klaren Tendenzen…

Ein Grundgedanke der Überlegungen im erweiterten Betrachtungsraum ist, dass dieser bisher namenlose Platz den Mittelpunkt ausbildet zwischen einer grünen Verbindungsachse von Nord(Volkspark Jungfernheide, Jungfernheideforst) nach Süd (Spreeufer Stichkanal und Schlosspark Charlottenburg), einer Verbindung der Quartierszentren von West (Haselhorst - Gartenfelder Straße), Siemensstadtpark(Obi) nach Ost (Charlottenburg Nord Quartierszentrum und Grünzug Halemweg/Popitzweg), in der dieser Platz am Siemensdamm wie in einer Perlenkette liegt. Jungfernheideweg und Reisstraße gehören ebenso in die Überlegung wie Popitzweg, Mäckeritzstraße und Nonnendammallee.
Glücklicherweise verfügt Siemensstadt schon heute über grüne Zonen z.B. zwischen den Zeilen der Häuser in der Großsiedlung, den Siemenspark und die großzügigen Innenhöfe der Siedlung nördlich der Dihlmannstraße. – In Charlottenburg-Nord wird nun eine neue grüne Achse zwischen Halemweg und Heilmannring gestaltet - geradezu eine Einladung an Siemensstadt, diesen Zug über den Popitzweg fortzusetzen! – Der Platz selber könnte durch eine Verkleinerung des Parkplatzes vor POCO und eine Teil-Entsiegelung zugunsten einer kleinen Parkanlage, Büschen und Bäumen von einem Durchgangs- zu einem Aufenthaltsort werden.
Platz mit Strahlung.gifDie “Publikumsmagnete” um den U-Bahnhof drängen geradezu nach einer Gestaltung und Aufwertung des Platzes.

Für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, der Attraktivität des Platzes gibt es sehr viele Ideen. Auf jeden Fall soll der Platz Begegnungen ermöglichen und dafür entsprechende Orte bereithalten: Ruhebänke, Ruhezonen, Café mit Außenplätzen, Kinderspielmöglichkeiten, Marktstand mit Bio-Ware (ggf. einmal in der Woche), eine Zusammenfassung der diversen vorhandenen Kiosks und Buden, die bisher verloren an den Rändern abgestellt sind in einem größeren „Multifunktions-Kiosk“, ein kulturelles Angebot (Raum für kleine Ausstellungen oder andere künstlerische Angebote). Optimal wäre, auch das Dach des POCO-Gebäudes dabei einbeziehen zu können. Die grundlegende zukunftsweisende Sanierung wichtiger Gebäude am Platz wie dem Einkaufszentrum und dem EDEKA im Zusammenhang der Umgestaltung des Platzes sollte ohnehin ganzheitlich mitgedacht werden. Es könnten wichtige multifunktionale Stadtbausteine von entscheidender Bedeutung für die Identität und Adressbildung des Ortes geschaffen werden.
Ohne eine Einschränkung des Verkehrs kann all dies nicht gelingen. Der gesamte Kreuzungsbereich Jungfernheideweg/Popitzweg/Mäckeritzstraße sollte verkehrsberuhigt werden, d.h. frei nur für Fußgänger, Radfahrer und ggf. Busse der BVG. Dies muss mit einer entsprechenden Pflasterung hervorgehoben werden, die die Fläche dem Platz zuordnet und Barrieren wie Bordsteinkanten abschafft. Der Popitzweg sollte ebenfalls nur den genannten Verkehrsmitteln plus Anlieger und Lieferanten zugänglich sein. Eine Einbahnstraßenregelung wäre dabei zu erwägen. Die Zufahrt zu einem ggf. verbleibenden Parkplatz an der Kaufmitte könnte zum Siemensdamm verlagert werden, bzw. kann auch der Parkplatz ganz hinter das Einkaufszentrum unter die Trasse der Siemensbahn verlegt werden und wäre damit bereits heute über den Siemensdamm erschlossen.
04 Ideensammlung.jpgSo könnte der Platz umgestaltet werden. (Bild durch Klick vergrößern.)

Ein ganz eigenes Thema ist bei alldem die Nonnendammallee, die als Autobahnzubringer mit Schwerlast und Durchgangsverkehr den Stadtteil zerschneidet und für schwere Belastungen von Anwohnern und Passanten sorgt. Dieses Thema greifen wir in einem weiteren Diskussionsbeitrag auf.

Die Planungswerkstatt und ihre Ideenwerkstatt sind sich bewusst, dass dies eine Ideensammlung und noch kein fertiges Konzept ist. In weiteren Schritten müssten die unmittelbaren Anwohner: Mieter und Gewerbetreibenden – einbezogen werden, Voraussetzungen und Hindernisse wären zu klären.
Aus dem Ergebnis all dieser Abstimmungen, den Potenzialen, Ideen und Bedürfnissen für den Ort kann letztlich ein Bedarfsprogramm und eine konkrete Aufgabenstellung für ein Konzept entstehen, von Siemensstädtern für Siemensstadt, die in das Programm der nachhaltigen Entwicklung für Haselhorst/Siemensstadt aufgenommen und (auch finanziell) realisiert werden kann. Aber am Anfang steht die Vision…
Und was meinen Sie? Wollen Sie weitere Ideen einbringen? Bewegt Sie ein anderes Thema, das die Lebensqualität in Siemensstadt berührt? – Dann schicken Sie uns bitte eine Notiz und wir können uns darüber vielleicht bei einem nächsten Treffen austauschen: info@neue-siemensstadt.de

Planungswerkstatt - 11:08 @ Stellungnahme | Kommentar hinzufügen


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